LJW des BFP in Bayern

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§ 1 Name und Gliederung

  1. Der Jugendverband des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden in Bayern (BFP) – Körperschaft des öffentlichen Rechts – trägt den Namen „Landesjugendwerk des BFP in Bayern“.
  2. Der Verwaltungsbereich umfasst die Regionen „Bayern Nord“ und „Bayern Süd“
  3. Der Jugendverband „Landesjugendwerk des BFP in Bayern“ verfolgt seine Ziele unter Wahrung seiner Selbständigkeit in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem BFP, dem er in Lehre und Organisation verbunden ist.
  4. Die Jugendarbeit des Landesjugendwerkes gliedert sich in die Arbeitszweige Kinderdienst („Kinderforum“), Pfad- finderarbeit („Royal Rangers“) und Jugendarbeit („Youth Alive“).

§ 2 Ziele und Aufgaben

  1. Ziele und Aufgaben der Jugendarbeit des Landesjugendwerkes bestehen darin,
  2. junge Menschen zu befähigen, ihr Leben aus dem Glauben an Jesus Christus heraus zu gestalten.
  3. jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, die Jugendarbeit sowohl auf Gemeinde- als auch auf Regional- und Landesebene aktiv mitzugestalten.
  4. den Prozess der Identitätsbildung zu unterstützen, indem christliche Werte als Orientierungshilfe für den Alltag vermittelt werden.
  5. junge Menschen in gemeinschaftliches und solidarisches Zusammenleben zu führen.
  6. Aufgaben der Jugenderziehung, Jugendhilfe und Jugendbildung wahrzunehmen. Als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe möchte das Landesjugendwerk sicherstellen, dass die Leiter im Kinder- und Jugendbereich eine Juleica-Ausbildung absolvieren. Diese Ausbildung gibt dem Mitarbeiter rechtliche Sicherheit, da sie nach festgelegten Qualitätsstandards durchgeführt wird. Das Landesjugendwerk berät über Schulungsmöglichkeiten.
  7. bei Bedarf, Einrichtungen der Jugendarbeit zu schaffen, zu unterhalten und zu unterstützen.
  8. übergemeindliche Jugendaktivitäten im In- und Ausland zu planen, zu begleiten und durchzuführen.
  9. die Zusammenarbeit mit anderen Jugendorganisationen und Jugendringen wahrzunehmen und zu fördern.
  10. kirchliche und gemeinnützige Zwecke im Sinne der Bestimmungen der §§ 51- 68 der Abgabenordnung (AO) zu verfolgen.
  11. eine Mitarbeit im Bayerischen Jugendring gemäß dessen Satzung zu vollziehen.

§ 3 Mitgliedschaft

  1. Eine Mitgliedschaft im Landesjugendwerk steht allen Jugendgemeinschaften bayerischer BFP-Gemeinden offen, so- fern sie sich verpflichten im Sinne dieser Jugendordnung (§ 2) tätig zu sein und das Gemeinschaftsleben gemäß § 5 zu ordnen und auszuüben.
  2. Jugendgemeinschaften lokaler Gemeinden, die nicht zum BFP gehören, können eine Mitgliedschaft beim Landes- jugendvorstand (§ 7, 2) beantragen, wenn sie einem der drei Arbeitszweige des Landesjugendwerkes gemäß § 1, Abs. 4 angehören. Des Weiteren wird vorausgesetzt, dass sie sich verpflichten im Sinne dieser Jugendordnung (§ 2) tätig zu sein und das Gemeinschaftsleben gemäß § 5 zu ordnen und auszuüben. Über eine Aufnahme entscheidet der Landesjugendvorstand. Die Ablehnung des Aufnahmeantrags muss begründet werden.

§ 4 Organe des Landesjugendwerkes

Die Jugendarbeit des Landesjugendwerkes gliedert sich in folgende Ebenen und Gremien:

  1. Gemeindeebene (lokale Gemeinden)
    • Gemeindejugendversammlung
    • Gemeindejugendvorstand
  2. Regionalebene (Bayern Nord und Bayern Süd)
    • Regionaljugendversammlung
    • Regionaljugendvorstand
  3. Landesebene
    • Landesjugendversammlung
    • Landesjugendvorstand
§ 5 Gemeindeebene
  1. Die Gemeindejugend
    • Die Mitgliedschaft
      • steht allen getauften Jugendlichen der Gemeinden des BFP offen sowie allen christlich orientierten Jugendlichen, die regelmäßig an Gruppenstunden und Unternehmungen teilhaben.
      • endet mit Vollendung des 27. Lebensjahres, bei Austritt, Ausschluss oder Streichung. Für Mitglieder der gewählten Gremien der Jugendarbeit sowie für Ehrenmitglieder gilt keine Altersgrenze.
    • Die Gemeindejugend setzt sich aus allen Arbeitszweigen der Kinder- und Jugendarbeit in einer Gemeinde zusammen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den unter § 1, Abs. 4 genannten Arbeitszweigen, die sich entsprechend Abs. 2 und 3 organisieren.
    • Gruppen mit Jugendlichen ab 14 Jahren, die außerhalb genannter Arbeitszweige organisiert sind, wählen entsprechend Abs. 2 sowohl Gruppenvertreter als auch bei Bedarf einen eigenen Kassenwart. Die Inhalte der Gruppenarbeit werden gemeinsam festgelegt. Bei entsprechender Größe der Gruppen kann ein eigener Jugendreferent entsprechend Abs. 2 benannt werden.
    • In Gruppen mit Kindern unter 14 Jahren können die Kinder nach Bedarf Gruppensprecher aus ihren Reihen wählen.
  2. Die Gemeindejugendversammlung
    • setzt sich zusammen aus
      • den wahlberechtigten Mitgliedern der lokalen Jugendarbeit (Jugendlichen ab dem vollende- ten 14. Lebensjahr mit aktivem, ab dem vollendeten 16. Lebensjahr mit passivem Stimmrecht)➞ bei Bedarf besteht die Möglichkeit, das aktive Wahlalter auf 6 Jahre herabzusetzen
      • den Mitgliedern des Gemeindejugendvorstandes und
      • dem für die Jugendarbeit zuständigen Referenten oder Pastor für die Jugendarbeit (beratend).
    • tagt mindestens einmal im Jahr.
    • hat folgende Aufgaben:
      • Festlegung der inhaltlichen Arbeit der örtlichen Jugend
      • Wahl des Jugendvertreters und des stellvertretenden Jugendvertreters (Gemeindejugendvorstand)
      • Wahl von bis zu zwei weiteren Mitgliedern (Beisitzer) des Gemeindejugendvorstandes
      • Wahl von Kassenwart und Stellvertreter
      • Entgegennahme des Berichtes des Gemeindejugendvorstandes
      • Entscheidung über die Entlastung des Gemeindejugendvorstandes
      • Beschlussfassung über die Verwendung der finanziellen Mittel
      • Erstellung eines Protokolls, mit Namensliste, nach jeder Gemeindejugendversammlung, die in Kopie an das Landesjugendwerk zur Kenntnisnahme weitergeleitet wird.
    • kann bestimmte Angelegenheiten auch an Ausschüsse delegieren.
  3. Der Gemeindejugendvorstand
    • besteht aus
      • dem Jugendvertreter und seinem Stellvertreter sowie deren Beisitzer,
      • dem Kassenwart und seinem Stellvertreter (kann durch Personalunion des stellv. Jugendvertreters ausgefüllt werden) und
      • dem für Jugendarbeit zuständigen Pastor oder Referenten (beratend).
    • wird mit Ausnahme des Pastors oder Referenten für die Dauer von zwei Jahren durch Mehrheitsbeschluss gewählt. Die Gemeindeleitung wird hierüber informiert.
    • hat folgende Aufgaben:
      • Vertretung der Interessen und Anliegen der Gemeindejugend gegenüber der Gemeindeleitung
      • Einberufung der Gemeindejugendversammlung
      • Umsetzung der Beschlüsse der Gemeindejugendversammlung
      • Mitarbeiter dazu anhalten, die Juleica-Ausbildung zu absolvieren und sich regelmäßig weiterzubilden
      • Jährliche Meldung über die gültigen Juleicas der Mitarbeiter/Leiter der Gemeindejugend an das Lan- desjugendwerk
      • Führung der Jugendkasse
      • Teilnahme an der Regionaljugendversammlung
      • vertritt die Gemeindejugend nach außen, beispielsweise als Delegierter in den betreffenden Kreis- bzw. Stadtjugendringen oder entsendet beauftragte Vertreter
  4. Gemeinsame Vertretung von Jugendgruppen nach außen:Bestehen in einer kreisfreien Stadt bzw. in einem Landkreis mehrere Jugendgemeinschaften des Landesjugend- werkes, bestimmen diese gemeinschaftlich Vertreter, die in die Kreis- bzw. Stadtjugendringe als gemeinschaftliche Sprecher entsandt werden.

§ 6 Regionalebene Bayern Nord, Bayern Süd und Bezirksebene

    1. Die Regionalebene
      • Aus organisatorischen Gründen übernimmt das Landesjugendwerk des BFP die Aufteilung in die Regionen „Bayern Nord“ und „Bayern Süd“ des Erwachsenenverbandes.
      • Die Region „Bayern Süd“ umfasst die Bezirke Schwaben, Oberbayern und Niederbayern, die Region „Bay- ern Nord“ die Bezirke Unterfranken, Oberfranken, Mittelfranken und die Oberpfalz.
      • Auf getrennte regionale Kassen wird verzichtet, so dass nur eine gemeinsame Landeskasse besteht.
    2. Die jeweilige Regionaljugendversammlung
      1. setzt sich zusammen aus
        • den lokal gewählten Gemeindejugendvorständen oder den von diesen entsandten beauftragten Ver- treter (maximal 3 Personen pro Gemeindejugend),
        • dem Regionaljugendvorstand sowie
        • dem Regionaljugendreferenten (beratend)
      2. tritt mindestens einmal im Jahr zusammen.
      3. hat folgende Aufgaben
        • berät über Aktivitäten der jeweiligen Region und setzt Schwerpunkte für die gemeinsame Arbeit
        • wählt den Regionaljugendleiter und seinen Stellvertreter (Regionaljugendvorstand)
        • Entgegennahme des Berichtes des Regionaljugendvorstandes
        • Entscheidung über die Entlastung des Regionaljugendvorstandes
        • Beschlussfassung über die Verwendung der finanziellen Mittel
        • wählt bis zu 6 weitere Delegierte für die Landesversammlung.
        • Erstellung eines Protokolls, mit Namensliste, nach jeder Regionaljugendversammlung, die in Kopie an das Landesjugendwerk zur Kenntnisnahme weitergeleitet wird.
      4. kann Teile ihrer Aufgaben an Ausschüsse delegieren.
    3. Der Regionaljugendvorstandand
      • besteht aus
        • dem gewählten Regionaljugendvertreter und seinem Stellvertreter,
        • bis zu vier weiteren gewählten Mitgliedern (Beisitzer) des Regionaljugendvorstandes (Mitglieder des Re- gionaljugendvorstandes müssen volljährig, Mitglied in einer BFP-Gemeinde und in einer Gemeindejugend sein, die dem Landesjugendwerk angehört),
        • dem Jugendreferenten des BFP der jeweiligen Region (beratend).
      • wird mit Ausnahme des Jugendreferenten des BFP für die Dauer von drei Jahren in der Regionaljugendver- sammlung durch Mehrheitsbeschluss gewählt (§6, Abs. 2 a, c).
      • hat folgende Aufgaben:
        • Unterstützung der einzelnen lokalen Jugendgruppen
        • Einberufung der Regionaljugendversammlung
        • Umsetzung der Beschlüsse der Regionaljugendversammlung
        • Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für Gruppenleiter
        • Organisation und Koordination von Freizeit- und Erholungsmaßnahmen
        • Durchführung von übergemeindlichen Veranstaltungen.
      • stellt die Vertretung in den Bezirksjugendringen wie folgt: Der Regionaljugendvorstand „Bayern Nord“ stellt die Vertreter für die Bezirksjungendringe Ober-, Mittel- und Unterfranken sowie für die Oberpfalz. Der Regionaljugendvorstand „Bayern Süd“ stellt die Vertreter für Ober- und Niederbayern sowie für Schwa- ben. Die Vertreter in den Bezirksjugendringen sollen in dem jeweiligen Regierungsbezirk ansässig sein.

§ 7 Landesebene

  1. Die Landesjugendversammlung
    • ist das höchste beschlussfassende Gremium des Landesjugendwerkes.
    • setzt sich zusammen aus den beiden Regionaljugendvorständen und den gewählten Delegierten aus „Bay- ern Nord“ und „Bayern Süd“.
    • tritt nach Bedarf, mindestens jedoch einmal im Jahr, zusammen.
    • hat folgende Aufgaben:
      • Förderung des Erfahrungsaustausches
      • Planung gemeinsamer, überregionaler Jugendaktivitäten
      • Abstimmung der Jugendarbeiten in den Regionen „Bayern Nord“ und „Bayern Süd“
      • Wahl des Landesjugendvorstandes
      • Entscheidung über die Entlastung des Landesjugendvorstandes.
  2. Der Landesjugendvorstand
    • besteht aus 2 Mitgliedern der Landesjugendversammlung sowie bis zu 4 Beisitzern.
    • wird durch die Landesjugendversammlung für die Dauer von 3 Jahren gewählt.
    • hat folgende Aufgaben:
      • Einberufung der Landesjugendversammlung
      • Umsetzung der Beschlüsse der Landesjugendversammlung
      • administrative und beratende Tätigkeiten zur Unterstützung der einzelnen Arbeitszweige (Kinderfo- rum, Youth Alive und Royal Rangers)
      • Unterstützung der ehrenamtlichen Jugendleiter und Mitarbeiter (hierbei vor allem durch Mithilfe bei der Beantragung von AEJ-Maßnahmen und Lohnersatzleistungen
      • Durchführung von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für Gruppenleiter (u. a. JULEICA-Schulungen)
      • vertritt das Landesjugendwerk auf Landesebene nach innen und außen, insbesondere gegenüber dem Bayerischen Jugendring.
 
§ 8 Finanzen
  1. Die Mittel zur Erfüllung der Aufgaben des Landesjugendwerkes werden aufgebracht
    • durch Spenden der Mitglieder
    • durch Mitgliedsbeiträge (siehe § 9 Mitgliedsbeitrag)
    • durch Zuschüsse von Gemeinden und BFP-Regionen in Bayern
    • durch öffentliche Zuschüsse und Fördermittel
    • sonstiges.
  2. Die finanziellen Mittel dürfen nur für die in dieser Jugendordnung festgelegten Aufgaben und Ziele verwendet werden.
  3. Der Landesjugendvorstand ist grundsätzlich ehrenamtlich tätig. Die Regionaljugendversammlungen „Bayern Nord“ und „Bayern Süd“ können eine jährliche pauschale Tätigkeitsvergütung für den 1. und 2. Vorsitzenden des Landes- jugendvorstandes beschließen.

§ 9 Mitgliedsbeitrag
Zur Erfüllung der Aufgaben des Landesjugendwerkes gibt es eine Beitragspflicht. Beitragspflichtig sind Gemeindeju- gendgruppen, die aufgrund ihrer Mitgliedschaft im Landesjugendwerk Zuschüsse aus den zuständigen Jugendringen beziehen. Der Beitrag ist in Höhe von 10 % der Aktivitätenförderungen (Übernachtungen, Freizeiten, Camps, Ausflüge, Jugendbildungsmaßnahmen, usw.) zu leisten.

§ 10 Änderungen der Jugendordnung
  1. Änderungen der Jugendordnung können nur mit einer 2/3 Mehrheit der jeweiligen Regionaljugendversammlungen („Bayern Süd“ und „Bayern Nord“) beschlossen werden.
  2. Die Änderungen bedürfen der Zustimmung der BFP-Regionen „Bayern Nord“ und „Bayern Süd“.
§ 11 Auflösung und Anfall-Berechtigung
  1. Die Auflösung des Landesjugendwerkes kann nur durch jeweils eine 2/3 Mehrheit auf den Regionaljugendversamm- lungen („Bayern Süd“ und „Bayern Nord“) beschlossen werden. Die Auflösung bedarf der Zustimmung der BFP-Re- gionen „Bayern Nord“ und „Bayern Süd“.
  2. Im Falle der Auflösung fällt das Vermögen zu gleichen Teilen an die BFP-Regionen „Bayern Nord“ und „Bayern Süd“. Das Vermögen muss weiterhin im Sinne der Jugendarbeit verwendet werden.
§ 12 Inkrafttreten
Auf den Regionaljugendversammlungen am 24.06.2017 in Kronach („Bayern Nord“) und am 11.11.2017 in Regensburg („Bayern Süd“) wurde über die Neufassung der Jugendordnung abgestimmt. Diese Jugendordnung tritt am 11.11.2017 in Kraft.
Strukturierung des Landesjugendwerks des BFP in Bayern
Anzahl der Mitgliedsgruppen mit Vertretungsrecht im örtlichen Stadt- bzw. Kreisjugend- ring aufgeteilt nach Bezirken und Verwaltungsbereiche „Bayern-Nord“ und „Bayern-Süd“